Linie 6 als vollwertiges Verkehrssystem im öffentlichen Pendelverkehr

Line 6, Foto IVB

Die vorgeschlagene Einschränkung des Fahrplans der Linie 6 ab Sommer 2017  veranlasst den Unterausschuss Igls zur folgenden Stellungnahme:

Wir sehen die Ursachen der ungenügenden Frequenz der Linie 6 in der guten Anbindung durch die Linie J, in der verkehrstechnisch ungünstigen Lage der Endstation Bergisel (ohne durchgehende Anbindung in die Stadt) sowie der langen Fahrzeit. Wir gehen davon aus, dass  diese Nachteile teilweise behebbar sind und damit die Erschließungsfunktion der Bahn gestärkt werden könnte.

Zu diesen Punkten führen wir wie folgt aus:

Die nicht in fußläufiger Distanz zum Stadtzentrum situierte Endstation Bergisel bedingt ein Umsteigen in die Linie 1 mit damit regelmäßig verbundenen Wartezeiten. Diese Umstände haben dazu geführt, dass die Linie 6 überwiegend von Fahrgästen genutzt wird, die das Freizeitangebot im östlichen Mittelgebirge nutzen. Eine Attraktivierung der Linie 6 kann aus  Sicht des Unterausschusses nur über eine Stärkung der  Erschließungsfunktion der Linie 6 vor allem für das westliche Stadtgebiet erfolgen.

In diesem Sinne bietet sich eine Verlängerung der Streckenführung von der derzeitigen Endstation über die Andreas Hofer und Bürgerstraße in Richtung Hötting West an.

Damit wären das Kolleg für Tourismus und Freizeitwirtschaft Innsbruck , die Pädagogische Hochschule Tirol samt zugehöriger Neuer Mittelschule, der Westbahnhof, die Bundes-Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik, das Landesgericht, das Gymnasium Fallmerayerstrasse, die HTL Anichstraße, die Tirol Kliniken, die Universität Innsbruck, das Hallenbad Höttingerau und das Gymnasium West direkt erreichbar, ohne dass ein Umsteigen bzw. lange Fußmärsche erforderlich sind . All diese Zielpunkte werden durch die Linie J nicht erschlossen, sodass sich beide Streckenführungen nicht konkurrieren würden.

Die hier vorgeschlagene Stärkung der verkehrstechnischen Erschließung durch die Linie 6 müsste mit einer Erhöhung der zulässigen Streckenhöchstgeschwindigkeit einher gehen. Nach unseren Informationen würde eine solche zu einer Verkürzung der Fahrzeit auf knapp über 15 Minuten zwischen Igls und Wilten führen, bedürfte jedoch eines Antrags der IVB an die zuständige Verkehrsbehörde. Zufolge der derzeit erforderlichen Umstiege und damit verbunden Wartezeiten, wären die oa. angeführten Ziele aus unserer Sicht schneller erreichbar, als dies derzeit (z.B. zum Gymnasium West, Klinik) der Fall ist. Wir ersuchen daher um Prüfung unserer Überlegungen.

Insbesondere erwarten wir uns von unseren Vorschlägen eine Entlastung Linie J insbesondere in den morgendlichen Spitzenzeiten und damit eine verstärkte Frequentierung durch Fahrgäste, die den Westen der Stadt direkt und einfach erreichen wollen. In umgekehrte Richtung sind auch Impulse für den Freizeitverkehr gegeben. Die Durchbindung zum Gymnasium West ist möglich, sobald die Linie 3 vorläufig in die Peergründe fährt bzw später auf die Innenstadtrunde zurückgenommen wird, da damit die Wendeanlage beim West für die durchgebundene Linie 6 genutzt werden könnte.

Comments are closed.