Bebauung Widumplatz

Schreiben der Stadtteilvertretung Igls an die IIG

 

An die
IIG – Innsbruck Immobilien GmbH & Co KG
Roßaugasse 4
6020 Innsbruck
Z.Hd. Herrn Ing. Dr. Franz Danler

Igls, 12.12.2016

 

Wohnbau „Widumplatz“ Igls

Sehr geehrter Herr Dr. Danler!

Seit das Siegerprojekt für die Verbauung des Parkplatzes in Igls feststeht, beschäftigt uns dieses Thema laufend in unseren Sitzungen, in Gesprächen mit der Bevölkerung, mit Betrieben in der Nachbarschaft und in Schreiben der Bürgerinitiative Igls.

Dabei geht es vor allem um folgende 3 Punkte:

  1. Die Höhe des Projekts
  2. Die 2. Tiefgaragenebene
  3. Die Anlieferung für den Sparmarkt bzw. die Schulwegsicherheit

Bezüglich Punkt 2 hat es ja bereits mehrfach Gespräche gegeben. Nach Auskunft unseres Vorsitzenden Johannes Wiesflecker sollen diese  inzwischen positiv für eine 2. Tiefgaragenebene verlaufen sein, was wir höchst erfreut zur Kenntnis nehmen!

Bereits in der Wettbewerbsausschreibung hat die Stadtteilvertretung (und auch der Gestaltungsbeirat) einen respektvollen Auftritt gegenüber den bestehenden dörflichen Strukturen und Maßstäblichkeiten gefordert.

Auch die Stadtplanung bezeichnete es als große Herausforderung, die relativ große neue Baumasse behutsam und qualitätsvoll in die Struktur des überwiegend kleinvolumigen Umgebungsbestandes zu integrieren.

Außerdem hat der Innsbrucker Gestaltungsbeirat (IGB) in seiner Stellungnahme für den Fall des Abbruches des Hauses Witsch empfohlen: „……..dass im Falle eines Abbruchs und Neuerrichtung des Gebäudes die Neubebauung in Situierung und Baumasse nicht wesentlich vom Bestand abweicht.“

In der Wettbewerbsausschreibung wird unter dem Punkt „Städtebauliche Randbedingungen“ ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bei der Höhenentwicklung des Projekts auf die Umgebung Rücksicht zu nehmen ist.

Dass ein Siegerprojekt nicht immer totale Zustimmung finden wird, ist klar. So hat die Jury aus Experten sich für ein Projekt entschieden, das den Ausschreibungskriterien am besten entspricht. Allerdings überschreitet dieses mit seinen 6 Geschoßen bei weitem die Schmerzgrenze eines Großteils der Igler Bevölkerung und stößt auf massive Bedenken seitens benachbarter Betriebe.

Besonders ernst zu nehmen sind die Sorgen der Betreiber des Parkhotels um die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung des Hauses in Zusammenhang mit den baulichen Veränderungen in der unmittelbaren Nachbarschaft.

Dabei geht es einerseits wiederum um die Höhe, die den Gästen des Hotels die Aussicht auf den Patscherkofel nimmt und die Privatsphäre im Saunabereich. Andererseits besteht die große Sorge, dass es durch die Anlieferung zum Sparmarkt bzw. die Tiefgarageneinfahrt zu zusätzlicher Lärmbelästigung für die Erholungssuchenden kommt und in weiterer Folge zu einem Rückgang der Gästezahlen in diesem Igler Vorzeigebetrieb, welchem auch eine Schlüsselrolle im Entwicklungsprozess „Rund um Patscherkofel und Glungezer“ zukommt.

Dabei verweisen wir wiederum auf die Wettbewerbsausschreibung, in der klar formuliert ist, dass eine Anlieferung über die Habichtstraße ausgeschlossen wird, und dass hinsichtlich Nachbarschutz bei gewerblichen Anlieferungen besonders hohe Anforderungen zu erfüllen sind.

  • Gibt es eine Möglichkeit, das Projekt in der Gesamthöhe – um einen Stock – zu reduzieren und das Raumprogramm anders umzusetzen bzw. zu reduzieren?
  • Wie ist der Stand der Planungen bezüglich Tiefgarageneinfahrt bzw. Sparmarkt-Anlieferung?
  • Welche Maßnahmen sind angedacht, um die Schulwegsicherheit in der Habichtstraße zu garantieren?

Wir bitten um ernsthafte Prüfung unserer oben genannten Anliegen und warten auf rasche und aussagekräftige Antworten von Seiten der IIG.

 

Mit Dank und freundlichen Grüßen

Die Stadtteilvertretung Igls

 

Stellungnahme der IIG

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